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die saale

Die Saale, unsere Saale ist ein Fluss der gleich durch 3 Bundesländer fließt. Sie fließt durch Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Mit einer Gesamtänge von 413 Kilometern ist sie nach der Moldau der zweitlängste Nebenfluss der Elbe.

Sie entspringt im Fichtelgebirge in Oberfranken, zwischen Zell und Weißenstadt an einem alten Bergwerksstollen am Nordwesthang des Waldsteins in 707 Metern über NormalNull. An der aus rohen Granitblöcken geschichteten Mauer befindet sich eine Syenitplatte mit der Inschrift: „Quelle der Saale, gefaßt von den Städten Münchberg, Schwarzenbach, Hof, Weißenfels, Halle 1869“.

Und die alte Lady beherbergt einen enormen Fischreichtum zu denen die verschiedensten Fischarten zählen. Angefangen vom Aal, Barsch, Hecht, Wels und Zander, wobei der Welsbestand in den vergangenen Jahren enorm zugenommen hat, bishin zu Karpfen, Brassen, Barben, Döbel.... ja, sogar Meer- und Bachforellen wurden bereits in der Saale gefangen.

Das Angeln an diesem Strom ist anspruchsvoll und es braucht ein gewisses Können um hier kapitale Fische zu fangen, aber diese sind ausreichend vorhanden. Das Außergewöhnliche an der Saale ist, dass es selbst in der Innenstadt von Halle zahlreiche Stellen gibt, von denen man glaubt, sie wären in der tiefsten Natur.

Die mittlere Saale ist im Schnitt etwa 50 Meter breit und 3 Meter tief, obwohl es auch einzelne bis zu 10 Meter tiefe Löcher gibt. Im Stadtgebiet von Halle gibt es mehrere Wehre, die sehr gute Angelstellen darstellen. Jedoch ist auch in den Seitenarmen reichlich Fisch vorhanden, wobei diese nur teilweise beangelt werden dürfen. Des weiteren lohnt ein Versuch an den Schleusen und ihren Ein- bzw. Ausfahrten. Von den beiden Häfen darf nur der kleine Sophienhafen beangelt werden. Ein Augenmerk sollte auch Einmündung von Nebenarmen, Außenkurven im Flusslauf und Brücken gewidmet werden.



Der Fischbestand in der Saale ist vielfältig. Besonders Friedfischangler haben äußerst gute Fangaussichten.

Der Friedfisch-König Karpfen kommt in der Saale sehr häufig vor. Wer an einem aussichtsreichen Platz zwei bis drei Tage lang mit Boilies oder Frolic anfüttert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einen Karpfen fangen. Vor allem Frolic hat sich als sehr fängiger Köder erwiesen. Andere Köder wie zum Beispiel Dosenmais sind nicht zu empfehlen, weil darauf sofort Brassen oder Döbel beißen würden. Im Schnitt sind die Karpfen um 70 cm lang, aber auch deutlich größere Exemplare von weit über 90 cm wurden schon gelandet. Wenn es richtig gut läuft, lassen sich durchaus bis zu fünf Karpfen in einigen Stunden fangen. Gefischt wird mit 60g - 140 g schweren Festbleien (je nach Stömungsgeschwindigkeit) und etwa 0,30 mm starken Schnüren. Die Saale-Karpfen ziehen eher in stärkerer Strömung umher und nicht, wie man vielleicht meinen könnte, in ruhigen Bereichen. Sie mögen lieber kiesigen als schlammigen Grund. Die besten Beißzeiten sind die Nacht und besonders die Morgenstunden.

Wer gezielt auf Karpfen angelt, der wird schnell Bekanntschaft mit den großen Döbeln machen, die allgegenwärtig sind. Je nach Stelle liegt die Durchschnittsgröße der Fische im besten Fall bei 50 cm, doch sogar sehr kapitale Exemplare bis 70 cm sind schon an die Haken der Angler gegangen. Doch nicht nur beim Karpfenangeln beißen die Dickköpfe, auch Spinnfischer erbeuten sie sehr häufig, ja sie sind sogar ihre Hauptbeute. Mit silbernen Spinnern und kleineren Wobblern im Weißfischdekor stellt sich der Erfolg schnell ein. Gummifische sind überhaupt nicht fängig. Köderfische an Grund- und Posenmontagen bringen auch immer wieder große Döbel ans Tageslicht. Auf die üblichen Friedfischköder beißen meistens die kleineren Fische. Die Döbel stehen gerne überall dort, wo stärkere Strömung vorhanden ist, im Winter halten sie sich allerdings eher in ruhigeren Bereichen auf.

Wer mit Feederrute und Futterkorb an der Saale angelt, der fängt sehr gut. Brassen zwischen 50 und 60 cm sind häufig, sogar mehrere Güstern von über 40 cm bei einem Ansitz sind möglich. Außerdem gehen auch oft Zährten an den Haken. Seltener sind Rotaugen und Nasen, wobei gerade die Rotaugen, wenn man sie fängt, oft hervorragende Größen haben. Um die Weißfischpalette zu beangeln, sind Maden der beste Köder. Auch Barben bis 70 cm sind fangbar, jedoch beißen diese fast nur nachts auf Tauwurm.

Natürlich sind auch Raubfische in der Saale vorhanden, jedoch hat der Bestand einiger Arten in der Vergangenheit stark abgenommen. Hechte kommen vor, werden aber nur hin und wieder erbeutet. Fische über 1 Meter sind aber schon gefangen wurden. Die "Entenschnäbel" beißen auf größere Wobbler, Spinner und Gummifische mit natürlichem Dekor. Meist stehen die Hechte unterhalb von Wehren.

Zanderangeln ist in der Saale derzeit nicht sehr zu empfehlen. Der ehemals sehr gute Bestand wurde durch intensive Beangelung und übermäßige Entnahme stark geschwächt. Das momentan aber oft untermaßige Zander gefangen werden, gibt Hoffnung, dass vielleicht wieder bessere Zeiten kommen. Natürlich besteht aber auch jetzt die Chance einen Großzander in der Saale zu fangen. Fängige Köder sind Wobbler, Spinner und besonders Köderfische an Grund- und Posenmontagen. Die berühmten gelben Gummifische werden von den Zandern dagegen eher als Gefahr empfunden. Zanderträchtige Stellen befinden sich vor allem dort, wo der Grund recht kiesig ist.

Als gut kann das Barschvorkommen bezeichnet werden. Silberne oder gestreifte Spinner, Wobbler in Weißfisch- oder Barschdekor und kleine Twister verführen viele der gestreiften Räuber, die durchaus Längen bis 40 cm erreichen und auch eine akzeptable Durchschnittsgröße von knapp unter 30 cm haben. Fangen lassen sich die Stachelritter an fast allen markanten Punkten im Flusslauf.

Immer öfter werden auch schöne Rapfen beim Spinnangeln unterhalb von Wehren gefangen. Sie beißen auf kleinere Spinnköder, die oberflächennah geführt werden.

Die Saale hat mittlerweile einen guten Welsbestand, obwohl bislang nur wenige Spezis den Riesen mit großen Köderfischen oder überdimensionalen Spinnköder nachstellen. Sie suchen dabei besonders die Bereiche unterhalb der Wehre und die tiefsten Stellen auf. "Normal-Spinnangler" berichten immer wieder von gewaltigen Abrissen. Ich selbst verlor schon einen guten Wels nach über einer Stunde Drill beim Spinnangeln auf Zander und konnte beim Aalangeln einen Fisch von etwas mehr als 1 Meter landen. Kleinere Exemplare bis 50 cm gehen dabei übrigens sehr oft an den Haken.

Der Aalbestand in der Saale ist konstant gut. Bis zu fünf Schleicher an einem Abend sind möglich, die Durchschnittsgröße liegt bei 60 cm. Die Saale-Aale sind dabei außerordentlich dick. Große Blankaale zwischen 70 und 90 cm gehen besonders im zeitigen Herbst direkt oberhalb von Wehren an den Haken. Ansonsten läuft der Aal auch unterhalb vom Wehren, an Mündungen, in den Seitenarmen sowie vor und hinter den Schleusen. Auf Köderfische beißen nur sehr selten Aale, daher sollte ausschließlich mit Tauwurm an einer Laufbleimontage geangelt werden. Die besten Aalfänge gelingen bis spätestens 1 Uhr, danach ist meist totale Ruhe.

Quappen sind leider sehr selten geworden. Wenn dann werden sie im Winter unterhalb von Wehren auf Tauwurm oder Köderfisch gefangen und sind im Durchschnitt 40 cm lang.

Wie Ihr seht, sind an der Saale tolle Angelstunden möglich. Vielleicht genießt auch Ihr ja ein paar davon...Petri Heil!

 

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